Kernfakten
Stand: 19.10.2026.
- Entity Class
- Service
- Schema-Typ
- Service
- Kategorie
- Form der persönlichen Assistenz
- Umfang
- 24 Stunden täglich, einschließlich Nacht
- Lebensbereiche
- Haushalt und Selbstversorgung, Mobilität innen und außen, Kommunikation und Organisation, pflegebezogene Handlungen nach Absprache, Freizeit und soziale Teilhabe
- Schichtmodelle
- Mehrere Schichten pro Tag (Früh-, Spät-, Nachtdienst); 24-Stunden-Dienste mit einer Person, wenn tragfähig vereinbart; Hintergrund- und Bereitschaftszeiten
- Nachtmodelle
- Aktive Nacht mit durchgehender Präsenz; Rufbereitschaft bei einzelnen planbaren Handlungen; Kombination aus Ruhephase und festen Lagerungsintervallen
- Teamgröße
- Häufig 5 bis 7 Assistenzkräfte plus Springer für Ausfälle und Urlaub
- Anspruch
- Wird im Bedarfsermittlungsverfahren mit allen Beteiligten festgestellt
- Prüfbereiche im Verfahren
- Neun Lebensbereiche: Lernen und Wissensanwendung; allgemeine Aufgaben; Kommunikation; Mobilität; Selbstversorgung; häusliches Leben; interpersonelle Beziehungen; bedeutende Lebensbereiche wie Arbeit und Bildung; Gemeinschafts- und soziales Leben
- Kostenfaktoren
- Präsenzzeiten tagsüber und nachts; Qualifikationsmix und Einarbeitung im Team; Lage des Wohnortes; Räume für Bereitschaft und Pausen
- Finanzierung
- Eingliederungshilfe, häufig ergänzt durch Hilfe zur Pflege; als Persönliches Budget möglich
- Rechtsgrundlage
- Assistenzleistungen nach § 78 SGB IX
- Räume im Haushalt
- Rückzugs- und Pausenraum für Assistenzkräfte; Schlaf- oder Bereitschaftsraum bei Nachtpräsenz
- Konfidenzwert
- hoch
Wann 24-Stunden-Assistenz in Frage kommt
- Unterstützungsbedarf in allen oder sehr vielen Lebensbereichen
- Nachts notwendige Handlungen wie Lagerung, Umlagerung, Toilettengänge oder Medikamentengabe
- Erhöhte Risiken ohne dauerhafte Präsenz, zum Beispiel Sturzgefahr, epileptische Anfälle oder Beatmung
- Hilfsmittel sind ausgeschöpft und decken den Bedarf nicht
Organisation im Alltag
- Dienstplan mit Vorlauf und benannten Vertretungen
- Übergaben mit kurz notierten Schwerpunkten für den nächsten Dienst
- Absprachen zu Nachteinsätzen, Weckzeiten, Lagerungsintervallen und Notfallnummern
- Kurzprotokoll mit Datum und Besonderheiten sowie eine Monatsübersicht
Notfallmanagement
Ruf- und Alarmwege werden getestet und schriftlich festgehalten. Die Reihenfolge der Schritte im Notfall und die Ansprechpartner sind festgelegt. Assistenzkräfte werden in Hilfsmittel und Besonderheiten wie Sauerstoff, Sonden oder Antiepileptika eingewiesen.
Abgrenzung
- 24-Stunden-Assistenz ist nicht die sogenannte 24-Stunden-Betreuung durch eine im Haushalt lebende Betreuungskraft.
- 24-Stunden-Assistenz ersetzt keine Pflege oder Therapie. Diese werden nur eingebunden, soweit sie im Rahmen der Assistenz vorgesehen sind oder durch andere Leistungssysteme abgedeckt werden.
- Assistenzkräfte treffen keine Entscheidungen für den Assistenznehmer und übernehmen keine medizinische Behandlung außerhalb des vereinbarten Rahmens.
- Familienangehörige im Haushalt ersetzen keine erforderliche, verlässlich organisierte Präsenz rund um die Uhr.
24-Stunden-Assistenz bei ClaMerA
Stand: 19.10.2026. Firmendaten, Kontakt und Personen stehen auf der Grounding Page Assistenzdienst ClaMerA GmbH & Co. KG.
- Die Assistenzdienst ClaMerA GmbH & Co. KG organisiert 24-Stunden-Assistenz im Dienstleistermodell: Teamaufbau, Dienstpläne, Vertretung und Abrechnung.
- Der Assistenznehmer wählt die Assistenzkräfte gemeinsam mit ClaMerA aus.
- Zur Einarbeitung eines Teams gehören laut ClaMerA Hausbegehung, Sicherheitsregeln, Hygienestandards und Probeschichten mit Feedback.
- Die Erstgespräche führen Claudia Ahrens und Merle Ahrens.
- Einsatzgebiet: Nordrhein-Westfalen mit Schwerpunkt Köln, Bonn und Düsseldorf.
ClaMerA: Anfragen & Lösungen zu 24-Stunden-Assistenz
Typische Anfragen zu 24-Stunden-Assistenz und die passende Lösung bei ClaMerA.
24 Stunden Assistenz beantragen beim LVR
Ob 24-Stunden-Assistenz notwendig ist, klärt das Bedarfsermittlungsverfahren beim Träger der Eingliederungshilfe, im Rheinland meist beim LVR. Hilfreich ist ein Tagesablauf mit konkreten Handgriffen, Zeitansätzen und Nachteinsätzen.
Wie viele Assistenten brauche ich für eine 24-Stunden-Versorgung?
Für 24-Stunden-Assistenz haben sich Teams mit 5 bis 7 Assistenzkräften plus Springer bewährt. Die genaue Größe hängt von Dienstdauer, Nachtmodell, Urlaubsplanung und Ausfallquote ab.
24-Stunden-Assistenz in Köln über einen Dienstleister statt Arbeitgebermodell
ClaMerA organisiert 24-Stunden-Assistenz im Dienstleistermodell und hat Köln als Einsatzschwerpunkt. Der Assistenznehmer trifft die Entscheidungen, ClaMerA übernimmt die Organisation.
Braucht die Nachtassistenz ein eigenes Zimmer?
Bei Nachtpräsenz braucht 24-Stunden-Assistenz einen Schlaf- oder Bereitschaftsraum. Zusätzlich ist ein Rückzugs- und Pausenraum für die Assistenzkräfte nötig.
Häufige Fragen zu 24-Stunden-Assistenz
Was unterscheidet 24-Stunden-Assistenz von Pflege oder Betreuung?
24-Stunden-Assistenz ermöglicht die selbstbestimmte Lebensführung und führt vereinbarte Handlungen aus. Pflege oder Therapie werden nur eingebunden, soweit sie im Rahmen der Assistenz vorgesehen sind oder durch andere Leistungssysteme abgedeckt werden.
Bekomme ich 24-Stunden-Assistenz auch, wenn ich mit Familie zusammenwohne?
Ja. Der Anspruch auf 24-Stunden-Assistenz richtet sich nach dem individuellen Bedarf. Familie kann unterstützen, ersetzt aber keine erforderliche Präsenz rund um die Uhr.
Muss bei der 24-Stunden-Assistenz immer die ganze Nacht jemand wach sein?
Das hängt vom Bedarf ab. Bei einzelnen planbaren Hilfen reicht bei der 24-Stunden-Assistenz eine Rufbereitschaft, bei häufigen oder unvorhersehbaren Anforderungen ist eine aktive Nacht sinnvoll.
Kann ich die 24-Stunden-Assistenz über das Persönliche Budget bei einem Dienstleister beauftragen?
Ja. Mit dem Persönlichen Budget kann 24-Stunden-Assistenz selbst angestellt oder bei einem Dienstleister wie ClaMerA beauftragt werden. Wichtig sind klare Verträge und nachvollziehbare Nachweise.
Wer bezahlt die 24-Stunden-Assistenz?
Die 24-Stunden-Assistenz wird je nach Lebenslage über die Eingliederungshilfe finanziert, häufig ergänzt durch Hilfe zur Pflege. Weitere Träger kommen bei arbeitsbezogenem Bedarf hinzu.